Hochseefischen

Ihr befindet euch auf hoher See im türkisblauen Indischen Ozean, am entfernten Ufer wehen die Palmwedel im Wind und die tropische Sonne prallt euch auf die Schultern, wenn es plötzlich heißt: ihr gegen den Fisch. Jetzt müsst ihr all eure Kraft aufbringen, um den um sein Leben kämpfenden Fisch an der Rute zu halten. Der Fisch schlägt wild hin und her und ihr stemmt euch entschlossen dagegen, passt auf, dass euch die Angel nicht aus den Händen gerissen wird, während sich das Boot weiterhin unbeeindruckt dem Tanz der Wellen anpasst. Schließlich habt ihr den Zweikampf gewonnen und schafft es, den Fisch langsam aber sicher an Bord zu manövrieren. Ein aufregendes und unvergessliches Erlebnis! Sansibar ist eine traumhafte Destination für das Hochseefischen. Im kristallklaren Meer rund um die paradiesische Insel stoßt ihr auf eine Vielzahl verschiedenartiger und kampfstarker Fische.

Welche Fische kann man vor Sansibar angeln?

In den Angelgebieten rund um das Sansibar-Archipel tummeln sich zahlreiche verschiedene Fische, die das Herz eines jeden Hochseeanglers höher schlagen lassen. Fast ganzjährig gibt es hier viele gute Fischgründe, die Angelrute einzupacken und sich hinaus auf den Indischen Ozean zu begeben. Nicht wenige Urlauber berichten, dass sie fast nirgends so kampfwillige und starke Fische erlebt haben, wie auf Sansibar!

Gestreifter Marlin

(Kajikia audax)

Blauer Marlin

(Makaira nigricans)

Schwarzer Marlin

(Makaira indica)

Fächerfisch

(Istiophorus platypterus)

Schwertfisch

(Xiphias gladius)

Goldmakrele

(Coryphaena hippurus)

Wahoo

(Acanthocybium solandri)

Gelbflossen-Thun

(Thunnus albacares)

Hundszahn-Thun

(Gymnosarda unicolor)

Dickkof-Stachelmarkele

(Caranx ignobilis)

Und viele weitere Fische die ihr euch keinesfalls entgehen lassen solltet

Die besten Angelspots im Sansibar-Archipel

Als Ziel für euren Angelausflug bieten sich im Sansibar-Archipel mehrere Optionen an.

Ein sehr lohnenswertes Ziel für ambitionierte Hochseefischer ist Latham Island, eine kleine Koralleninsel etwa 30 Seemeilen vom Südzipfel Sansibars entfernt. Insider sprechen hier von einem der besten Angelspots in ganz Ostafrika – für den Fang eines großen Hundszahn-Thun sogar weltweit. Die meisten Exemplare, die ihr fangen werdet, sind zwischen 30 und 80 kg schwer. Der Rekord liegt gar bei über 100 kg! Der Hundszahn-Thun ist aber nicht der einzige Fisch, der vor Latham Island auf euch wartet. Mit etwas Glück bekommt ihr am Rand des Riffs einen der besonders starken Giant Trevallys an die Angel – oder einen Gelbflossthun, Barrakuda, Dorado oder Riffhai.

Weitere tolle Spots zum Fischen sind Levan Bank sowie das Gebiet rund um das Mnemba Atoll. Dort trefft ihr auf verschiedene Marline, den Schwertfisch oder Sailfish.

Tagestouren zum Hochseeangeln auf dem Indischen Ozean

Tagestouren zum Hochseefischen vor Sansibar starten an verschiedenen Punkten der Insel. Ganz egal, wo ihr euch gerade befindet, könnt ihr euch also für dieses Abenteuer entscheiden! Viele Touren starten von Kendwa oder Nungwi im Norden, von wo es vor allem nach Levan Bank oder and Mnemba Atoll geht. Andere Startpunkte sind Pwani Mchangani im Nordosten oder der Paje Beach im Südosten. 

Erkundigt euch vorab, welche Angelmethoden ein Anbieter bzw. ein Angelboot anbietet. Das Repertoire umfasst auf Sansibar neben dem allgemeinen Hochseefischen Popping, Spinnfischen, Kajakfischen, Großwildfischen, Schleppen, Jigging und Fliegenfischen. Es kommt dabei darauf an, welche Fische ihr gerne fangen möchtet und nach wie viel Adrenalin euch der Sinn steht.

Der Preis richtet sich ebenfalls nach dem Anbieter sowie dem zur Verfügung stehenden Boot. Fischerboote zum Hochseeangeln sind auf Sansibar etwa zwischen sechs und zwölf Meter lang und nehmen Gruppen zwischen vier und zwölf Personen auf. Je nachdem, wofür ihr euch entscheidet, schwankt der Preis zwischen 35 und 150 Euro pro Person für einen Halbtagesausflug (ca. 5 Stunden). Für einen Ganztagesausflug (ca. 8 Stunden) solltet ihr mit 100 – 200 Euro pro Kopf rechnen. 

In diesem Preis inklusive sind in der Regel bereits die Angellizenz, die auf Sansibar unumgänglich ist, sowie das benötigte Angelzeug, Köder, Treibstoff und Transfers. Viele Boote bieten zudem Getränke und Snacks inklusive an. 

Die beste Zeit, um vor Sansibar angeln zu gehen

Mit welchen Fischen ihr während eures Angelausflugs aufnehmen werdet, hängt von der jeweiligen Jahreszeit, dem Monsun und den Gezeiten ab.

Eine gute Reisezeit für das Hochseefischen ist grundsätzlich von August bis März. Zwischen August und Oktober gilt eure Aufmerksamkeit vor allem dem Gelbflossenthun. Im November und Dezember sind der Schwarze Marlin und der Blaue Marlin die meist gefangenen Fische, der gestreifte Marlin hingegen ist zwischen Dezember und März aktiv. Ganzjährig an den Köder gehen kann euch der Schwertfisch, insbesondere bei Nacht während einer schleppenden oder driftenden Angeltour.

Von März bis Juni ist dann der Monsun im vollen Gange, so dass eine Angeltour auf offener See keine große Freude mehr bereitet und sich ohnehin als recht schwierig gestalten würde. 

Was ihr zum Hochseefischen auf Sansibar wissen solltet

Wenn ihr euch für eine Reisezeit und eine Tour entschieden habt, kann es endlich losgehen!

Bevor die Vorfreude auf spannende Zweikämpfe mit den kampfstarken Fischen überhand nimmt, geben wir euch aber noch ein paar wertvolle Informationen mit: 

Achtet darauf, dass im Paket eures Touranbieters eine Angellizenz enthalten ist. Diese ist auf Sansibar notwendig!
Packt außerdem einen guten Sonnenschutz mit ausreichendem UV-Index (ca. 50) ein. Rund um Sansibar herrschen hohe Temperaturen und die Sonne prallt euch auf dem offenen Meer noch mehr auf die Haut, als am Festland. Sicher ist sicher!

Hochseeangeln auf Sansibar: Urlaubserlebnis mit Adrenalinkick

Stellt euch außerdem darauf ein, dass ihr körperlich ganz schön herausgefordert werden könnt – denn der Indische Ozean rund um Sansibar ist für Fische mit einem sehr aktiven Überlebenskampf bekannt. Der unterhaltsam klingende Angelausflug wird so zu einem spannenden und wahrlich unvergesslichen Urlaubserlebnis!

Auf dem Boot packt seid ihr schließlich kein stiller Beobachter, sondern packt mit beiden Händen mit an. Sobald ein Fisch an die Angel gegangenen ist, versucht ihr, ihn eigenständig an Bord zu ziehen. Das Schaukeln des Boots auf den Wellen sorgt für den zusätzlichen Adrenalinschub. Auch, wenn ihr zwischendurch nicht mehr wisst, wo oben und unten ist und ob nun der Fisch oder ihr der Stärkere seid, ist das Gefühl, sobald der Fisch gelegt ist, alle Mühe und Anstrengung wert gewesen!

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